häufiges, oft typisches Krankheitsbild mit akut oder chronisch auftretenden Kopfschmerzen, dessen Ursache weitgehend ungeklärt ist. Diskutiert werden der Einfluss von Veränderungen im Halswirbelbereich, Gefäßregulationsstörungen und psychische Faktoren. Die Betroffenen leiden unter dumpf-drückenden, beidseitigen Kopfschmerzen, die vom Hinterkopf zur Stirn ausstrahlen, aber auch den ganzen Kopf betreffen können. Der Schmerz wird wie ein »zu enger Hut«, ein »Band um den Kopf« und das Gefühl, »nicht klar denken zu können«, empfunden. Er ist mittelschwer und beeinträchtigt die Arbeitsfähigkeit meist nicht wesentlich. Bei manchen Menschen tritt der Spannungskopfschmerz nur gelegentlich auf, manche leiden fast ständig darunter (chronischer Spannungskopfschmerz).
Zur Behandlung reicht oft ein Eisbeutel auf dem Kopf aus. Chronische Spannungskopfschmerzen lassen sich teilweise mit trizyklischen Antidepressiva in den Griff bekommen. Das Entspannungsverfahren nach Jakobson (Tiefenmuskelentspannung) führt häufig zu einem deutlichen Rückgang der Beschwerden. Gelegentlich ist auch die Akupunktur wirksam.
Kopfschmerzen können auch durch die dauerhafte Einnahme von Schmerzmitteln wie Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin®, ASS®) oder Paracetamol ausgelöst oder verstärkt werden. Deshalb sollten diese Medikamente grundsätzlich nur über einen kurzen Zeitraum eingenommen werden.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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