Infektionskrankheit, die durch Zecken oder Kleiderläuse übertragen wird und in mehreren Fieberschüben verläuft. Verschiedene Bakterien der Gattung Borrelia verursachen das im Verlauf nahezu einheitliche Krankheitsbild. Sie sind überwiegend in Afrika, Asien und Südamerika verbreitet. Borrelia recurrentis kam früher während Kriegszeiten auch in Europa, besonders Ost- und Südeuropa, vor.
Etwa 5–8 Tage nach Ansteckung setzt plötzlich ein schweres Krankheitsbild mit hohem Fieber bis 41 °C, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Übelkeit ein. Das Fieber dauert einige Tage an und sinkt dann plötzlich ab. Nach jeweils mehrtägigen, von Mal zu Mal länger anhaltenden fieberfreien Intervallen kommt es zu erneuten Fieberschüben, die immer kürzer werden und schließlich ganz ausbleiben. Begleitend kann eine Schwellung von Milz und Leber auftreten. Der Verlauf kann durch eine Entzündung von Lunge, Nieren und Nerven kompliziert werden. Nach Einnahme von Antibiotika tritt rasche Heilung ein. Tropenreisende sollten Kleidung tragen, die den ganzen Körper bedeckt.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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