Erkrankung aufgrund einer zu hohen Fluoridaufnahme. Das häufigste Erscheinungsbild ist die Fluorose der Zähne (Dentalfluorose), bei der die Bildung des Zahnschmelzes gestört ist. Äußerst selten tritt die Fluorose am Knochenskelett (Skelettfluorose) auf.
Ursache: Eine Störung der Zahnbildung aufgrund einer Fluoridvergiftung tritt auf, wenn die tägliche Fluoridzufuhr für einen längeren Zeitraum über 2 mg liegt. Eine chronische Überdosierung von Fluoriden kann durch ein hohes natürliches Fluoridvorkommen im Trinkwasser oder durch die Einnahme zu vieler oder zu stark konzentrierter Fluoridpräparate auftreten, bei Kindern z. B. auch durch häufiges Verschlucken fluoridhaltiger Zahnpasta.
Befund: Bei einer leichten Dentalfluorose entstehen kreidig weiße bis gelbliche Flecken und Streifen auf den Zähnen. Schwerere Formen weisen gelbliche bis braunschwarze Verfärbungen auf. Der Zahnschmelz ist rau, spröde und brüchig. Die Skelettfluorose zeigt Symptome einer Osteosklerose oder Osteoporose.
Behandlung: Bei einer leichten Ausprägung der Dentalfluorose genügt eine kontinuierliche zahnärztliche Kontrolle. Bei hoher Kariesanfälligkeit sollten Zähne überkront werden (Zahnersatz).
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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