virale, oft tödliche Infektionskrankheit, die mit hohem Fieber und inneren Blutungen (hämorrhagisches Fieber) einhergeht und in Afrika endemisch auftritt. Der Erreger, das Ebola-Virus, ist seit 1976 bekannt. Mit dem Ebola-Virus eng verwandt ist das Marburg-Virus, das 1967 erstmalig in Erscheinung trat.
Ursache: Man vermutet, dass bestimmte Affenarten als natürliches Erregerreservoir dienen. Die Übertragung – auch des Marburg-Virus – erfolgt über engen Kontakt zu infizierten Personen.
Befund: Das Virus befällt die Zellen, welche die Blutgefäße auskleiden, sowie Lymphknoten, Leber, Milz, Lunge und Knochenmark. 4–16 Tage nach Ansteckung beginnt die Erkrankung zunächst mit plötzlichem hohem Fieber und grippeähnlichen Beschwerden. Im weiteren Verlauf kommt es zu schweren inneren und äußeren Blutungen (v. a. der Schleimhäute), Hautausschlägen, Erbrechen, Durchfällen, Muskelstarre und Bewusstseinsstörungen. Innerhalb von 8 Tagen endet das Ebola-Fieber in 50–90 % der Fälle tödlich. Die Diagnose erfolgt durch Antikörperbestimmungen bzw. durch direkten Virusnachweis in Blut, Rachensekret oder Urin.
Behandlung: Da es bisher weder spezifische Behandlungsmöglichkeiten noch Impfungen gibt, werden zur Unterstützung der Immunabwehr Antikörper zugeführt, die dem Serum von Personen (sog. Rekonvaleszentenserum) entstammen, die die Erkrankungen überstanden haben. Die Erkrankten müssen streng isoliert und intensivmedizinisch versorgt werden.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 14.12.2011
Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit
Baby und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung