Bakteriengattung mit charakteristischen äußeren Formmerkmalen (gebogene bis spiralig gewundene Stäbchen), die normalerweise bei Tieren vorkommt (Zoonosen). Manche Arten wie Campylobacter jejuni und Campylobacter coli verursachen auch beim Menschen Krankheitsbilder mit Entzündung der unteren Darmabschnitte und Durchfall. Sie zählen zusammen mit den Salmonellen zu den häufigsten Durchfallerregern. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt vorrangig über tierische Lebensmittel (Geflügel, Rohmilch). In seltenen Fällen kommt es dabei zum Guillain-Barré-Syndrom. Die Therapie ist symptomatisch, bei schweren Verläufen werden Antibiotika verabreicht. Seit 2001 sind Infektionen mit Campylobacter meldepflichtig. Das früher zur Gattung gezählte Campylobacter pylori wird jetzt als Helicobacter pylori bezeichnet.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 07.12.2010
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